Fischfrikadelle

Und jetzt auf die Schnelle // eine Fischfrikadelle

Auf Baltrum gefunden von @inkanina.

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Überwachungslimerick

Auf der vierten No-Spy-Konferenz entstanden diese Zeilen:

On the DECIX in Frankfurt am Main
Where they watch all the users online
They say twenty percent
Are not even spent
So we read all your data just fine.

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Essensschüttelreim

Wie gerne äß ich Omelett

Doch leider macht die Olle Mett.

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Ein Lied für Java-Webentwickler

Wenn du den Server zur drölfzigsten Mal neu gestartet hast und der Fehler immer noch kommt:

Dale a tu Tomcat alegría Catalina
Que tu Tomcat es pa‘ darle alegria y cosa buena
Dale a tu Tomcat alegria Catalina
Heeeeeey Catalina!

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Lasagne

Es isst der Mensch, es frisst das Pferd,
und heute ist es umgekehrt.

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Schmutzige Limericks

Ich selbst konnte (dem Titel dieses Blogs gerecht werdend) ja nur dieses schlechte Gedicht beitragen:

Da war’n dicker Mann aus Stuttgart,
der fuhr unbewegliches Rad,
bis ein Schmerz in der Mitte
verlangsamte die Tritte.
Tja, da wird wohl heut nichts mehr hart.

Aber gehen Sie mal da rüber zu Frau isabo und freuen Sie sich über wirklich tolle gereimte Frivolitäten.

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Der Ghettogockel

Alter, bin isch Auerhahn,
hab isch ganz viel Aua Mann,

Isch hab voll die Schnabelpest,
wo misch nisch in Ruhe lässt.

Wie isch meine Alte kenne,
diese olle Auerhenne,

tut sie über misch ablästern,
mit ihrn ollen Hennenschwestern.

Dabei kann isch nischs dafür,
ist halt meine Hahnnatür,

kann isch nisch den Schnabel halten,
kann isch Gang nisch runterschalten,

muss isch machen Schnabel auf,
kommt dann halt Signal heraus!

Auch am Sonntag, ganz egal,
doch das war das letzte Mal.

Denn der blöde Bauer, der,
sich sonst gar nicht sehr beschwär,

warf nen Stiefel voll zu mir,
traf mich voll auf das Visier!

Und das Beste ganz zum Schluss,
hat der Schimmel voll am Fuss,

wo ich mich voll infüzier
woran ich jetz krepier…

…krahhh (plumps)

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Nacht über der Timeline

Hier sammeln sich gerade die Spinnweben. Richten Sie Ihre geschätzte Aufmerksamkeit inzwischen dorthin.

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Die Atomwaffen des Vatikan

Es war ein Papst aus Marktl in Bayern,
Der wollte Atomwaffen feuern.
Oder vielleicht auch nicht,
Aber dieses Gedicht
Dient mir vorrangig eh nur zum Seiern.

Ganter Grüss

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Was gesagt werden muss

„Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten – ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.

Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir – als Deutsche belastet genug – Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.“

G. Grass, kuz/dpa

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